Outdoor-Bekleidung – Chemie für jedes Wetter

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Outdoor-Bekleidung

Ich weiß nicht, ob ihr euch schon damit beschäftigt habt, welche Outdoor-Bekleidung ihr für eure Kinder oder euch kaufen wollt, damit sie und ihr selbst im Regen trocken bleiben? Oder schaut ihr einfach im Laden bei der nächsten Shopping-Tour, was es gerade so gibt? Denn der Herbst naht, das kann man wahrscheinlich nicht mehr bestreiten…

Outdoor-Bekleidung

Ich neige ja irgendwie dazu, mich mit solchen Dingen besonders intensiv auseinanderzusetzen. Und auch hier war ich wieder einmal ziemlich erschrocken, was sich in all den Jacken und Matschhosen so befinden kann. In meinem letzten Post zum Thema Bio-Mode hatte ich ja bereits einige der Giftstoffe näher beleuchtet, die Kleidung aus dem Laden manchmal so mit sich bringt.

Auch hier bietet Greenpeace, was dieses Thema anbelangt, reichhaltige Informationen, die ich kurz für euch zusammenfassen möchte. (Wer den gesamten Report lesen mag, sollte einmal hier vorbei schauen.)

 

Was genau wurde untersucht?Outdoor-Bekleidung

Insgesamt untersuchte Greenpeace 40 Produkte von führenden Outdoor-Herstellern auf PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien, ausführliche Informationen gibt es hier zu lesen). In diese Produktgruppe zählen insgesamt 800 Stoffe. Frei von PFC waren nur vier der getesteten Artikel.

 

Was ist daran so gefährlich?

PFC sind leider keineswegs unbedenklich, da es sich in der Umwelt verbreiten und schwer bis gar nicht abbaubar sind. Die Stoffe sind überall in der Natur zu finden, selbst in sehr abgelegenen Regionen. Übrigens können sie ebenso im menschlichen Blut oder auch der Muttermilch nachgewiesen werden. Einige der PFC (wie zum Beispiel PFOA) sind krebserregend und wurden in 11 der getesteten Produkte nachgewiesen. Weiterhin können Leberschäden verursacht und das Hormonsystem gestört werden. Grenzwerte gibt es für PFOA in der EU übrigens noch nicht, in Norwegen hingegen schon.

 

Outdoor-Bekleidung

Wofür wird PFC in der Kleidung „benötigt“?

Outdoor-Bekleidung wird durch PFC Wasser- und Schmutzabweisend. Also genau das, was man sich wünscht, wenn man beispielsweise eine Regenjacke kauft.


Alternativen

Ja, es gibt sie! Und sie sind sogar für kleinere Geldbeutel erschwinglich. Wasserabweisend sind die Alternativen definitiv, aber nicht immer so schmutzabweisend wie die PFC-haltigen Kleidungsstücke. Aber wofür gibt es Waschmaschinen?

  1. Binoic Finish Eco – Die Kleidung ist Wasser- und in geringem Maße sogar schmutzabweisend. Auch die Atmungsaktivität bleibt erhalten. Ich habe selbst eine Matschhose für Mika aus diesem Material, die ihn super trocken hält, wenn es draußen regnet oder nass ist.
  2. Ecorepel – Ist ebenfalls wasserabweisend, wässriger Schmutz perlt ab.
  3. Purtex WR – Hat wasserabweisende, abriebfeste und widerstandsfähige Eigenschaften.
  4. Wolle/Wollwalk – Es liegt manchmal auf der Hand, aber man kommt einfach nicht darauf… Die Natur hält schon etwas ganz Tolles für uns bereit, und trotzdem kaufen es nur die wenigsten Mamas (oder Papas). Wollwalk bietet einen tollen Wetterschutz, hält das Kind warm und durch die Dichte dringt auch keine Nässe nach innen. Schmutz kann nach dem Trocknen einfach abgeklopft oder ausgebürstet werden. Super Sache! Bei Nestling gibt es einen ausführlichen Blogartikel dazu (wobei hier der Fokus auf der Outdoor-Tauglichkeit im Winter liegt).

 

Outdoor-Bekleidung

 

Ich fände es ganz toll, wenn ihr mir verraten würdet, worauf ihr bei eurer Outdoor-Kleidung Wert legt! Soll sie nur trocken und warm halten? Oder sind Giftstoffe auch ein Thema für euch und achtet ihr beim Kauf darauf?

 

Liebste Grüße,

Juli

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