Lanea – keinem Schnittmuster habe ich länger entgegen gefiebert als Diesem. Schon, als ich die ersten Bilder bei SaraJulez gesehen habe, wollte ich das eBook unbedingt haben. Zum Release habe ich dann sofort zugeschlagen.

Die erste Ernüchterung folgte nach dem Ausdruck des Schnittmusters. Keine Klebekanten!! Oh Mann. Ich kann mich nicht daran erinnern, je ein Schnittmuster gehabt zu haben, bei dem das der Fall war… Aber gut. Im eBook fand ich keinen Verweis, auf was man achten muss, wenn man klebt, also versuchte ich es einfach. Irgendwann hatte ich also die Teile fertig zusammengepuzzelt und ausgeschnitten.

Das Nähen war Dank der ausführlichen Anleitung kein Problem.

So sieht mein Ergebnis aus, mit dem ich insgesamt erst einmal sehr zufrieden bin:

Lanea

Bis hierher hielt die Bluse allerdings noch ein paar Überraschungen für mich bereit. Nach dem ersten Anziehen folgte nämlich die Ernüchterung: sie saß wie ein Sack und warf am Rücken eine wirklich unschöne Falte. Na toll. Ich betrieb Ursachenforschung und entdeckte auf dem Schnittmuster bereits geplante Einschnitte für Abnäher am Rücken. Yeah! (Die an der Brust hatte ich bereits beim Zuschnitt gesehen.)

Das half der ganzen Passform wirklich ungemein. Nun saß sie insgesamt gleich viel besser.

Der Rücken ist im Übrigen mehr oder weniger freiwillig zweifarbig geworden. Beim Kauf hatte ich mich für einen super tollen Baumwollstoff von Robert Kaufman aus der Serie „Blueberry Park“ entschieden. Blöd nur, dass diese USA-Designer-Stoffe natürlich meist nur 130-140cm breit liegen. Es fehlte ein Stück. Aber ich bin ja flexibel, also entschied ich mich kurzerhand einfach für diesen schwarzen Baumwollstoff, der noch im Regal lag.

Damit sich die Farbe noch einmal wiederfindet, habe ich den Stoff einfach gleich für Ärmel- und Ausschnittsaum benutzt. So war das Problem meiner Meinung nach ganz gut gelöst 🙂

Das schwarze Rückenteil habe ich noch mit einem einfachen Geradstich an der Overlock-Innenaht festgesteppt, damit keine unschöne Falte entsteht. Den unteren Saum habe ich außerdem mit einer einfachen weißen Doppelnaht versehen.

Lanea

Das ist sie also – meine erste Lanea. Bekanntlich verzeiht Baumwolle ja nichts, da muss der Schnitt wirklich gut sein und richtig sitzen. Der Schnitterstellerin ist das meiner Meinung nach gut gelungen 🙂

Ich werde demnächst mal noch die Jersey-Version ausprobieren. Auf Bildern sah auch die äußerst vielversprechend aus 🙂

Die Lanea darf sich jetzt beim RUMS einreihen…

Habt ihr auch schon einmal Kleidung aus Baumwolle genäht? Hat euch das Ergebnis gefallen & wie seid ihr beim Nähen zurecht gekommen?

 

Liebste Grüße,

Juli