Ein Geschwisterchen für Mika ist hier immer wieder mal ein Thema. Er soll definitiv kein Einzelkind bleiben, aber überstürzen wollen wir es auch nicht. Passend zu diesem immer wieder präsenten Thema hat Geliebtes Kind Motzibacke zur Blogparade aufgerufen.

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Der richtige Zeitpunkt

Man hört ja immer wieder, dass es ihn nicht gibt. Ich sage, es gibt ihn doch. Zumindest für uns. Es gibt ein paar (nicht ganz unerhebliche) Gründe, die dagegen sprechen, schon jetzt ein Geschwisterchen zu bekommen.

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Zurück in den Job

„Fremdbetreuung“ ist unter modernen Müttern ja quasi das Unwort des Jahrtausends und man wird als absolute Rabenmutter hingestellt, wenn man sein Kind in eine Kita zur Betreuung gibt. Aber mal ganz ehrlich: nicht jeder Mann verdient so einen Haufen Geld, dass er eine komplette Familie ernähren kann (vor allem nicht in Ostdeutschland). Wir stehen finanziell zwar nicht schlecht da, aber auch nicht so gut, dass ein zweites Einkommen vollkommen unerheblich wäre. Außerdem denke ich, dass Mika der Input in einer Kita gut tun würde. Jedes Kind ist anders und es gibt durchaus auch solche, die keinen psychischen Schaden davon tragen, wenn sie vor dem dritten Geburtstag einen Kindergarten besuchen. Außerdem ist es in meinem Job (Ergotherapeutin) wirklich fatal, wenn man mehrere Jahre „raus“ ist.

Die Zeit genießen

Ich möchte die Kleinkind-Zeit mit nur einem Kind intensiv wie möglich auskosten. Jeden Tag freue ich mich über mein kleines Wunder (auch, wenn er mich manchmal wahnsinnig macht!) und bin immer wieder erstaunt, was er alles schon kann und konstant dazu lernt. Außerdem wäre es echt toll, wenn er zunächst stabil laufen, Treppen steigen, sich verbal mitteilen, alleine anziehen und essen könnte. Das würde sicher Vieles erleichtern.

Mehr für mich tun

Nun, da Mika ein bisschen älter ist sehe ich, wie gut es mir tut, mal wieder etwas unternehmen zu können. Also, alleine. Oder eben mit meinem Freund zusammen, wenn wir einen Babysitter haben. Konzerte oder ein Mädelsabend waren mehrere Monate undenkbar und ich brauche das ehrlich gesagt auch, um wieder ein bisschen Kraft zu tanken. Es ist außerdem toll, dass ich auch endlich wieder Zeit zum Nähen habe!

Den perfekten Zeitpunkt…

…haben wir für uns für das kommende Jahr angesetzt. Irgendwann nach Mikas zweitem Geburtstag.

 

Worauf ich mich freue

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Dieses kleine Bündel Mensch

Ich denke, jede Mama weiß, was ich damit meine. Die Zeit mit einem Neugeborenen ist so schön und besonders und ich denke so gern daran zurück. Dieser besondere Geruch, der kleine zerbrechliche Körper, dieser permanente Körperkontakt, das erste Kennenlernen, die kleinen Klamotten… hach. <3

Die Tragezeit

Mika wurde von Geburt an und wird noch heute ausschließlich getragen (na gut, ab und an nutzen wir auch den Fahrradanhänger…). Ich liebe es und bin ein bisschen wehmütig, dass es nicht mehr ewig so weiter gehen wird. Irgendwann läuft er, dann möchte er bestimmt nicht mehr andauernd ins Tuch

Stoffwindeln von Anfang an

Ich ärgere mich wirklich, dass wir nicht viel eher mit Stoffis begonnen haben. Bei einem Neugeborenen ist es sicher nochmals etwas ganz anderes und darauf bin ich wirklich sehr gespannt.

Die Stillzeit

Mika hat sich vor etwa 3 Wochen selbst abgestillt. Ich bin schon ein bisschen wehmütig, denn ich habe es genossen. Vor allem die ersten paar Monate… Ich weiß noch, wie sehr ich damit zu kämpfen hatte, als ich nach 7 Monaten mit Fingerfood begonnen habe. Das war so ein erster Abnabelungsprozess – für mich.

 

Wovor ich Angst habe

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Überfordert zu sein

Dass ein Kind manchmal echt anstrengend sein kann, ist ja kein Geheimnis. Wie das allerdings mit zwei Kindern sein soll, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich denke aber auch, man wächst mit seinen Aufgaben.

Eifersucht

Geschwister lieben sich nicht immer abgöttisch. Ich weiß das, denn ich habe einen kleinen Bruder. Und ich kann mich auch daran erinnern, dass ich damals schon ab und an ganz schön eifersüchtig auf ihn und die Aufmerksamkeit war, die er bekam – vor allem, als er noch ein Baby war. Ich hoffe, ich kann beiden Kindern gerecht werden.

Probleme in der Schwangerschaft

Meine Schwangerschaft mit Mika verlief wirklich bilderbuchmäßig. Klar was ich gegen Ende schnell aus der Puste, hatte Wasser in den Beinen und ganz schreckliches Sodbrennen. Aber mir ging es nie wirklich schlecht und das weiß ich wirklich zu schätzen. Ich hoffe, bei Kind Nummer zwei habe ich wieder so viel Glück.

Schreikind, Probleme beim Stillen, …

… eben solche Dinge. Also mir ist quasi bei allem, was einem die ersten Wochen zur Hölle machen kann, mulmig zumute. Aber ich will nichts beschreien und lasse es einfach auf mich zukommen. Vielleicht haben wir Glück und bekommen wieder so einen super entspannten Zeitgenosse, wie Mika es war.

Probleme bei der Geburt

Also, ich formuliere es mal so: Mikas Geburt war kein Spaziergang. Er war ein Sternengucker, sodass ich mehrere Stunden echt fiese Schmerzen hatte. Auch ein Schnitt war nötig. Nach der Geburt bekam ich dann noch eine Atonie (habe fast einen Liter Blut verloren) und konnte nicht, wie eigentlich geplant, ambulant entbinden. Aber okay. Mika ging es danach gut und mir sowieso, bedingt durch die ganzen Hormone. Beim nächsten Mal darf es trotzdem etwas entspannter ablaufen 😉

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Hach, irgendwie tut es gut, all das einmal nieder zu schreiben. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich schon sehr auf eine zweite Schwangerschaft freue, aber auch froh bin, die Zeit bis dahin noch etwas genießen zu können. Wir müssen ja nichts überstürzen. 🙂

 

Liebste Grüße,

Juli